Unser Herz hat wundervolle Träume und Ideen, Wünsche, Sehnsüchte und Bilder in sich. Wir haben sie mitgebracht auf die Welt, um sie zu erleben, sie zu verwirklichen, sie zu teilen. "Hör endlich auf zu träumen" - das haben wir alle schon sehr früh gehört, nicht wahr? Von jenen, denen es auch verboten wurde auf dem Weg zum Ernst des Lebens. Aber das Herz und seine federleichten Wunschorgien ist allenfalls vorübergehend zum schweigen gebracht worden, oder schon lange. Oder gar von Anfang an. Doch zu jeder Zeit ist es auch bereit seine einfachsten, tiefsten und natürlichsten Wünsche uns zu offenbaren und auch den ersten oder nächsten Schritt auf dem Pfad zu empfangen. Natürlich nur, wenn wir das wirklich wollen. Nun, ein paar Deiner grundlegendsten Gedanken bezweifeln das vermutlich und sagen etwas ganz anderes. Sie halten es für kitschig oder weltfremd. Und gerade weil abwehrende oder negierende automatische Reaktionen bei diesem Thema für viele Leute so "normal" sind, darfst Du Dir zu Anfang dieses Artikels eines klar vor Augen führen:
Du bist immer mehr als du denkst
Persönliche Gedanken und Gefühle befördern nie die grenzenlose Wirklichkeit des Lebens in unser Bewusstsein sondern immer nur das Echo unserer persönlichen Vergangenheit und Identität. Sie lassen
uns die Welt dauerhaft nicht mit dem Herzen sehen, sondern mit dem Kopf, so, wie unsere geformte Person sie gelernt hat zu sehen. In dem meisten mentalen Welten existiert eine tiefe innere
Wahrheit des Herzens einfach nicht -ausgeträumt. Heimlich vergraben, in vage kraftlose Hoffnungen gewandelt. Diese "mentale Linse" kann den Zugang zum Herzen und unseren Träume insgesamt möglich
oder scheinbar unmöglich erscheinen lassen. Das ist Teil eines sog. verinnerlichten Glaubenssystems. Da wir das von unseren Vorfahren erlernt haben ist es logisch: Gedanken und Gefühle
repräsentieren niemals die unendlichen Möglichkeiten des Lebens (oder der Wahrheit unseres eigenen Herzens), sondern nur unsere bisherigen Informationen. Und die halten
uns dann in unserer eigenen kleinen Welt, hübsch formatiert in Wort und Bild im Köpfchen.
Und so passten wir unsere Herzenswünsche in gewißen Maß den Einschränkungen unseres Kopfes an, dem man sehr intensiv erklärt hat, was er denken und glauben kann und soll. Wir machen es uns also
nett, noch ein bisschen netter, aber: "es muss ja nicht gleich traumhaft sein". Das geht ja sowieso nicht. Da wo ich herkomme, da ...ist es so und so." Kennst Du solche Gedanken
oder den Selftalk? Ich kenne es ziemlich gut. Ich war es nicht gewohnt mir ehrlich klar zu machen, was ich eigentlich wirklich will. Niemand hatte mich je danach gefragt, warum sollte ich es tun?
Warum soll man schlafende Hunde wecken? ich krieg ja eh nicht das, was ich am liebsten will! Wir haben zwar alle eine individuelle Ausgangsbasis und Prägung, aber solchen inneren
Müll dürfen und können wir alle irgendwann aussortieren, so wir das wollen.
Alle unsere Gedankenströme ziehen unsere Aufmerksamkeit ständig zu sich, und aufkommende Gedanken sind unvermeidlich und fein. Aber viele halten uns
von der eben noch empfundenen großartigen Idee ab ... sie zögern, bezweifeln, kritisieren, bewerten, überdenken, sorgen sich ... sie sind wie kleine Wesen die sich nähren von der Energie die wir
ihnen geben sollen. Um von ihnen geleitet zu werden mit dem, was sie über das Leben „wissen“. Angehäuftes "Wissen" wie alles so ist. Wissen, welches letztlich nur Annahmen sind. "So muss man das
machen, das ist der einzig richtige Weg, der Typ eh ist so komisch und diese Idioten sind an allem schuld".
Unser alltägliches Bewusstsein ist davon zum großen Teil besetzt. Konzeptionell ist uns klar, dass wir in einem magischen, unendlichen Universum leben, in dem Überfluss herrscht. Aber wo ist
der Zugang zu dieser unendlichen Welt? Könnte er im Herzen sein? Unser persönliches kleines Universum öffnet sich nur ungern für das unbekannte Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das ist doch
eh nur Träumerei, und war das nicht das Erste was man uns austreiben wollte? Unsere kleine Welt reproduziert sich in Wiederholungen durch unsere immer gleichen Überzeugungen und Gefühle. Wie im
Schlaf erschufen sie als Glaubenssystem unsere Erfahrungen in denen es darum geht, ob wir als Person sicher sind, recht haben und wie wir unsere vielen Probleme lösen können, um möglich lange zu
(über)leben. Und das ist eine Wahl die man meist unbewusst übernommen hat, man hat sie geerbt als Lebensmodel der Vorfahren. Etwas anderes gibt es nicht. Punkt.
Wie könnte ich das Herz überhaupt sprechen hören und was bringt mir das?
Unsere eigentliche Natur samt ihren tiefsten Herzenswünschen kann sich nicht offenbaren, solange wir die Aufmerksamkeit nicht aus dem Kopf abziehen, Gedankenströme unterbrechen und zunächst still
werden. Wie sollte man sonst hören, was das Herz so spricht? Bei dem Lärm von außen, dem Lärm der eigenen Selbstgespräche? Stille ist kein Selbstzweck sondern ein Hilfsmittel, um zu hören, was
immer da ist. Um zu spüren, was sich innerlich regt oder sich aufregt. Und das lohnt sich! Auch, wenn diese Stille zu Begin ungewohnt sein mag und von den kleinen Gedankenwesen heftig attackiert
werden kann. "Es gibt soviel tu tun, dafür hast Du keine Zeit, Du solltest eher noch ... "
Da werden die bis dahin leisen, unbewussten Selbstgespräche dann mitunter sehr laut. Sie drohen, werden nervös, klagen, wollen fliehen .... der Kopf, der Verstand will aktiv werden, um durch
all sein Engagement und seine Mühe dann auf der Couch, im Urlaub oder in Rente endlich entspannen, Frieden finden oder wenigstens Ruhe - Randbemerkung: Wir
leben den Großteil unseres Lebens in einer Art Kampfkomplex, während der Frieden des Lebens, ein Universum welches souverän Planeten schweben lässt, kurioserweise IMMER existiert. Kostenlos,
mühelos - für jene, die sich ihm ganz persönlich öffnen wollen.
Ruhe in Frieden! So senden wir jene dorthin zurück, wo sie hergekommen sind. In Frieden ruhen, ja, wunderbar. Aber im Frieden ruhend leben? Wir erleben diesen Frieden jede Nacht, wenn unsere Vorstellung von Zeit ausgesetzt wird und wir einfach schlafen. Innerer Friede – der „höchsten“ Intelligenz oder der sog. Friede Gottes – ist ein Zustand bei dem der Kopfes, d. h. der Gedankenfluss ruhig geworden. Wie wundervoll wäre es, wenn wir im Frieden leben könnten? Aus ihm heraus unser Leben führen? Davon schwelgen die spirituellen Zeugnisse und Geschichten der Menschheit.
Der „Friede des Höchsten“ wie er oft genannt wird ist nun nicht hoch oben, nicht fern im Himmel, sondern ist in uns von Natur angelegt. Es ist einfach die Anwesenheit einer sehr
hoch schwingenden, spürbaren EMOTION – ein gegenwärtiger Zustand, den wir als "Frieden" bezeichnen. Dieser "Friede Gottes" ist höher als alle Vernunft, heißt es, weil
eben wirklich das ganze SYSTEM zur Ruhe kommt, das Nervensystem, der Denkapparat ,der Geist. Ein Zustand dem wir uns widmen, der uns erfüllt und physikalisch betrachtet in hoch schwingenden
Wellen - also Frequenzen - da sein lässt.
Frieden & Freude, Gelassenheit & Begeisterung - dafür wird auf dem Planeten hart gekämpft, hart verhandelt! Alle wollen das irgendwie. Dabei ist es das, was jedes Kind mitbringt,
irre, oder? Aber Kampf, Mühe und harter Einsatz wird weltweit verehrt, gelobt, honoriert, geadelt. Diese Anlage ist zweifelsohne in keinem Kind der Welt von Natur aus enthalten. Diese
irren Spielregeln müssen wir erst lernen. Und das haben wir.
Was für uns normal geworden ist, wiederholt sich. Weil es ja unser "normal" ist.
Solange der Kopf diese Ideen als NORMALES LEBEN verherrlicht und dabei unermüdlich Gründe für die Berechtigung seiner Mahnung, Vergleiche, Beschwerden, Sorgen und Befürchtungen vorbringt, solange haben wir genau das als NORMAL akzeptiert. Da wird es mit der Leichtigkeit des Seins natürlich nix. Den Autopiloten des ganz normalen Problembewusstseins überhaupt zu bemerken genügt, um eine neue Entscheidung zu treffen, nämlich sich davon zu verabschieden und den Schalter erstmals umzulegen - mit Entschlossenheit. Genau dafür haben wir unseren Willen; wir wählen, in welchem Bewusstsein wir leben wollen.
Stattdessen verwenden wir den Willen meist, um Recht zu haben oder mit dem Kopf durch die Wand zu brechen. In diesem Bewusstsein können wir nicht das erfahren, was wir zutiefst lieben
würden, weil es NORMAL ist 95% des Tages damit beschäftigt zu sein unsere gefangen genommene Perspektive zu leben. Selbst bei den schönsten Sachen sind wir unbewusst mehr
damit beschäftigt alles richtig zu machen und Verluste zu vermeiden. "Das esse ich wieder, das kenn ich schon". Kann man machen, klar. Aber auf Dauer? Die einzige Grenzenlosigkeit
die wir dann erleben, ist dann evtl. der grenzenlose Fluss von Wiederholungen." Was wird das Leben uns wohl reflektieren, wenn wir es als normal sehen und überzeugt
sind: "Das Leben ist unfair, die Menschen sind schlecht, früher war alles besser, ohne Dich kann ich nicht leben, es gibt nicht genug, ich bin kompliziert, es gibt einfach
keine anständigen Leute, man muss es sich verdienen, mich versteht eh niemand." Die wenigsten Menschen sind sich beim erschaffen ihrer Realität ihrer eigenen Macht
bewusst. Sie verstehen die eigenen Annahmen und Worte nicht als Befehle, Gedanken und Emotionen nicht als schöpferisch.
Es ist nicht so wie viele Leute meinen, nicht so, dass wir Glaubenssätze und Überzeugungen haben die uns blockieren. Es ist vielmehr umgekehrt: sie haben uns. In unserem Geist spukt es quasi.
Und ein Teil des Spuks sagt uns, dass es eben so ist, dass wir so sind und es nicht anders geht. Das ist es, was unsere Gedanken und Gefühle uns sagen.. Es gibt davon keine Pause. Bis
wir sie einfordern und nachsehen, was in unserer mentalen Welt grundlegend vor sich geht.
Ehrlicherweise ist es nämlich so: wenn Du über Deine bisherigen Vorstellungen und Erfahrungen hinaus gehen und der Wahrheit Deines Herzen folgen willst, wirst Du allem begegnen, was Du selbst zwischen Dich und Deine liebsten Träume gepackt hast - ja, das Köpfchen kann sprechen. Das bedeutet: alle mentalen Überzeugungen, Perspektiven, emotionale Widerstände, Selbstkritik, destruktive Haltungen erklären Dir nämlich prinzipiell was für Dich gefälligst normal ist: "vergiß es, es geht nicht, zu spät, bleib daheim, die anderen sind besser, ich kann ja nicht mal richtig xy, sicher ist sicher, geht ja vielleicht schon ... ABER nicht für mich und nachher verliere ich .. xy!"
Unser Verstand - allein gelassen - steuert unser Leben ganz grundsätzlich. Er sucht als grundlegende Lebensweise nach Informationen für Probleme die ihm "normal" erscheinen, und das bedeutet meist: "kein Risiko eingehen, sicher ist sicher, wenig Verluste machen und Kontrolle ermöglichen". Und diese Versprechen fühlen sich natürlich gewohnt gut an, klar. Darum "arbeiten" wir auch so hart daran, sie zu bekommen und zu behalten. Und darum wird es auch so leicht unsicher, wenn dies oder das wofür wir so viel investiert haben sich ändert, zerbricht oder uns verlässt. Oft sind es eben eher Dinge, Menschen oder Umstände an die wir unser Herz hängen oder es sind Strategien mit denen wir uns Herz vor dem was wir befürchten, dass uns passieren könnte, schützen wollen.
Allein deswegen ist es eine sehr kostbare Einladung in das eigene Herz zu tauchen, den Ort des Friedens. Der einzige Schutz den wir unserem Herzen geben können ist der Schutz vor sorgenvollen Gedanken die uns in Angst, Unsicherheit und Beschlag nehmen wollen. Unser Herz ist ein Ausdruck des Lebens, der höchsten Intelligenz, bedingungslos, frei, friedlich und voller Liebe. Es hat eine individuelle Schönheit und sein Dasein ist Absicht des Lbens selbst, sonst wäre es nicht lebendig. Jedes neugeborene Kind erinnert uns daran. Ihm und uns ganz persönlich wurden viele Träume, Wünsche und Talente geschenkt. Was wir wirklich lieben, finden wir in uns. Friede ist nur der Anfang und die Grundlage um dann das tun, was wir wirklich von Herzen lieben.
Einfach mal dem herzen folgen
- ERKENNTNIS, dass wir es bisher nicht wagten, wollten oder bemerkten (aus sehr vielen Gründen)
- ABSICHT und ENTSCHLOSSENHEIT, dass wir es jetzt wollen
- ENTSCHEIDUNG, es zu tun
Was, wenn Du Deine Herzenswünsche erleben könntest, weil lediglich ein bisher unbewusster Teil Dir das als "nicht normal" oder nicht möglich ausgeredet und verdorben hat? Oder weil Du
gelernt hast, dass Deine wirklichen Wünsche nicht wichtig sind und zählen. Ein Leben aus dem Bewusstsein einer Problemwelt heraus zu gestalten ist vielleicht normal geworden. Nach einer
gewissen Anzahl von Lebensjahren merkst Du es. Aber diese Art ist grundlegend anders als ein Leben aus einem Bewusstsein des Herzens heraus zu leben. Die eine Person ist ohne es zu
merken von ihren und den Überzeugungen der Gesellschaft gesteuert. Die andere Person von dem, was ihr Herz lieben würde. Wenn Du bis hierher gelesen hast, ist Dir klar, dass Du die Wahl hast,
welches Model Du leben willst. Die eigene Erfahrung wandelt sich mit einer stillen (oder lauten) klaren Entscheidung auch für das, was bisher unmöglich oder unnormal war. Du öffnest
diese Tür, wenn Du es willst..
Das kannst Du selbst dann, wenn Deine Gedanken und Gefühle dies gewohnheitsbedingt grundlegend bestreiten und glauben, die Welt sei einfach so, wie sie eben ist. In Wirklichkeit erleben
wir persönlich die Welt nicht so unendlich und magisch wie sie ist, sondern einfach genau so, wie wir sind. Deswegen erleben wir sie ja auch alle so unterschiedlich. Für die einen scheint alles
möglich, für anderen nicht. Aber wer entscheidet das?
Hier ist ein Anfang der Dein Herz aktiviert und Dich von Einschränkungen befreien kann: break-free/