Wie man Entscheidungen leicht treffen kann

Manche Enscheidungen fallen uns nicht leicht. Besonders wenn es um wichtige Dinge geht. Eine vertraute Sammlung von Gedanken, Gefühlen und Abwägungen stehen uns dann parat und überhäufen uns mit uneindeutigen Entscheidungshilfen.

 

Und dann stehen uns auch noch Freunde und die Familie zur Seite um uns Meinungen und Sichtweisen kund zu tun. All diese inneren und äußeren Ratgeber können manchmal erste Hinweise geben; entscheiden müssen wir aber letztlich selbst. Und hier hilft uns ein unerwartet einfacher und zuverläßiger Ratgeber ...

 

Der ausgesperrte Freund

 

Wir haben ihn aus der Gesellschaft verbannt. Wie ein Kind das sich die Augen zuhält, und glaubt nun nicht entdeckt zu werden, ignorieren wir ihn. Wir leben so, als sei er für uns garkein Thema. Dabei ist der Tod ein Teil des Lebens. Aber mal ehrlich, wer will schon den Tod als Ratgeber? Ok, vielleicht lohnt ein zweiter Blick, denn was auch immer Deine Gedanken darüber denken in diesem Augenblick, Dein Leben ist endlich und Du wirst sterben. So wie ich. Diese unliebsame und erschreckende Erkenntnis zuzulassen verschafft den Drang es auszublenden, wegzulaufen oder bringt uns eine heilsame Menge Erkenntnis ins Leben.

 

Lassen wir an dieser Stelle mal unsere bunten spirituellen Überzeugungen weg, so bleibt die Realität das wir es in diesem Körper nicht überleben werden. Dieses Leben ist endlich, auch wenn Deine Seele, Deine Geist oder wie immer Du es nennst und glaubst durchaus unendlich sein kann und auch aus meiner Erfahrung und Entdeckung ist. Aber dieses jetzige Leben in diesem Körper ist endlich!

 

Einfachere Entscheidungen durch die entscheidende Frage

 

Wenn Du heute die Diagnose bekämst, nur noch ein paar Monate zu leben, wie würde Deine aktuelle Entscheidungsfindung dann ausfallen? Oooops! Ein schrecklicher Gedanke. Aber er schafft unmissverständlich Raum für das Wesentliche, nicht wahr? Wenn Du nur noch wenige Wochen zu leben hättest, hättest Du dann rückblickend die "richtigen" Entscheidungen getroffen?"

 

Dann ist Schluss mit ... "das kann ich ja noch nächsten Monat machen." Ende mit ... "naja, das kann ich nicht absagen weil die das erwarten." Finito mit ... "wenn dies und das erstmal so oder so ist, dann habe ich ... dann bin ich ... dann wird es ..." Die Beziehung noch ein bisschen laufen lassen, den sicheren Job lieber noch ein Jahr weiter halten, den Liebesbrief noch ein paar Tage liegen lassen, das eigene Glück lieber auf später verschieben .... ----  Gestern ist vorbei. Morgen nicht existent. Guter Gedanke, aber eben nur ein Gedanke.

 

Unser Denken beschäftigt sich immer mit gestern oder nachher, morgen oder der nächsten Woche. Hast Du das schon bemerkt? Denken ist wichtig, aber Entscheidungen kann man viel leichter fühlen. Genau dabei hilft uns inne halten im Augenblick.

 

Den Tod als Ratgeber nehmen, das rät der Ethnologe und Autor Carlos Castaneda. Wenn Du vor einer Entscheidung stehst, dann frage Dich: „Was würde ich tun, wenn ich wüsste, dass ich in drei Monaten sterbe“. Castaneda schreibt: Um Freude zu erfahren, triff Entscheidungen die dich glücklich machen und die mit dir in Resonanz stehen.

 

Vom Elefant zur Mücke

 

Diese unangenehmen Fragen zu verinnerlichen katapultiert ganz leicht Klarheit in jede Situation. In Lichtgeschwindigkeit geht es dann vom Kopf ins Herz. Werden aus riesigen Elefanten und einem Wirrwarr an Stimmen kleine harmlose Mücken. Intensiv spüren wir den Augenblick. Und ist es nicht das, was wir wollen? Leben im Hier und Jetzt? Sagen wir Ja oder Nein aus Angst, Übermut, Druck oder aus Gewohnheit?

 

Das Tolle ist, schnelle, klare Entscheidungen machen das Leben leichter. Und Leichtigkeit empfinden wir als "Glück." Der Druck weicht, wenn wir uns klar machen, das wir keine falschen oder richtigen Entscheidungen treffen können, sondern unsere Entscheidungen die Freiheit, Freude, das Glück und die Qualität unseres Lebens und dadurch das Leben von anderen Menschen und Lebewesen erhöhen bzw. zum Ausdruck bringen dürfen.

 

Das wirklich glückliche Leben hangelt sich nicht von Glücksbringer zu Glücksbringer sondern findet - wie wir alle wissen - immer nur jetzt statt. In diesem Atemzug. Und doch ist das Glück des Augenblicks nicht auf der Flucht oder im Verdrängungsmodus vor den Sehnsüchten und inneren Fragen des Herzens - weder durch oberflächliche Lebenskosmetik noch durch spirituelle Praktiken.

 

Das stumpft ab, denn es ist sehr mühsam und energetisch unglaublich anstrengend den Wunsch Deines Herzens nach Entwicklung und Erfahrungen zu unterdrücken. Diesen Wunsch hast Du als Kind mitgebracht. Deswegen bist Du doch hier. Das Glück des Augenblicks (oder auch ganz ehrlich das spürbare Unglück des Augenblicks) sehr bewusst wahrzunehmen ist die Basis (nicht die Bremse) für ein Leben mit Absicht. Mit Kurs. Mit Vision. Mit Vertrauen.

 

Es gibt ein Leben vor dem Tod

 

Für alle jene, denen das zu düster ist: Den kurzen Schmerz den wir durch die gedankliche Erlaubnis den Tod als Ratgeber zu nehmen vielleicht empfinden mögen, lässt unser dadurch gewachsenes Bewusstsein sehr schnell in fühlbar "mehr Leben" wandeln. Das passiert immer wenn wir den Mut haben hinzusehen und die mentalen Ebenen der Gegensätze und Trennungen von richtig, falsch, gut, schlecht, negativ oder positiv zu verlassen, um einfach so zu entscheiden wir es unser Herz dann weiß, nicht wahr? Probiere es aus!

 

Wenn Du weitere Entscheidungshilfen brauchst, nimm einfach mal Kontakt auf.

Herzliche Grüße, Frank